Storytelling: Wie du gute Geschichten findest 

Ein praktischer Leitfaden, um echte Geschichten im Alltag zu finden und aus dem Effeff immer eine gute Story auf Lager zu haben.

TL;DR – das Wichtigste in Kürze 

  • Leg eine Geschichtensammlung an.
  • Beobachte, was um dich herum passiert.
  • Lass dich von Gegenständen inspirieren.
  • Nimm eine bestehende Geschichte und schreib sie um.
  • Such einen Buchtitel und bring ihn mit deiner Geschichte in Verbindung.

Storytelling, Storytelling, Storytelling, es kommt dir schon bei den Ohren raus, weil zwar alle davon reden, aber niemand dazusagt, wo du die Geschichten hernehmen sollst. Während J. K. Rowling, Stephen King und Terry Pratchett sich die Storys scheinbar aus den Ärmeln schütteln, stehst du vorm weißen Blatt? Dann kommt hier die ultimative Liste, wie du Geschichten findest. Im Alltag. Vor der Haustüre, hinter der Haustüre, im Office, im Laden, überall. Los geht’s. 

Erzähl mir einen Schwank aus dem Leben.

Wenn ich dich jetzt bitte “Erzähl mir eine Geschichte!”, geht dir erstmal die Pumpe. Aber nicht, weil du keine Geschichten hast, sondern nur, weil du dich gerade an keine erinnern kannst. Dabei erlebst du jeden Tag Geschichten, die dir nur nicht einfallen, weil du sie nicht dokumentierst. Ging mir auch so. Bis ich auf diesen simplen Trick von Vinh Giang, ein internationaler Keynote Speaker, gestoßen bin: Sammeln.  

1. Leg in deinem Handy in den Notizen eine GESCHICHTENSAMMLUNG an.  
 

GESCHICHTEN:  

Wer:  

Was: 

Wo: 

Wann:  

Dialog: 

2. Wenn du das nächste Mal etwas erlebst, was dich berührt, bewegt, aufregt oder unterhält, dann mach eine Notiz in deinem Handy.  

3. Wenn du jeden Tag auch nur einziges Erlebnis festhältst, hast du am Ende des Jahres 365 Geschichten zu erzählen. 

Eine Anleitung, um Geschichten zu finden:  

Wo gibt’s im Alltag Geschichten zu finden? Die einfache Antwort ist: überall. Aber das hilft dir nicht weiter. Also tauchen wir tiefer. Du musst Geschichten nicht erfinden, weil du sie jeden Tag erlebst, konzentrier dich darauf. 

5 Tipps, um Geschichten zu finden:  

1. Beobachte, was um dich herum passiert. 

Du findest in deinem Alltag bestimmt eine Situation, ein Learning oder ein Gespräch, das du sinnvoll mit deinem Thema verbinden kannst. Lass dich inspirieren und schon sind die Ideen für deine nächste Geschichte geboren. Dokumentiere spannende Beobachtungen oder Erlebnisse immer gleich in deiner GESCHICHTENSAMMLUNG. 

  • Worüber hast du in der letzten Kaffeepause mit Kolleg:innen gesprochen? 
  • Worüber hat sich deine Mutter am Telefon aufgeregt? 
  • Worüber hast du mit deiner Schwester gestritten? 
  • Was hat deine Oma beim letzten Besuch von früher erzählt? 
  • Was planen deine Freunde für Silvester? 
  • Mit welcher Krise kämpft der Teenie zuhause heute? 
  • Worauf freut sich die Fünfjährige am Wochenende? 
  • Was wächst gerade im Garten? 
  • Verwüstet ein Fuchs gerade die Straße auf nächtlichen Streifzügen? 

2. Schau in deine GESCHICHTENSAMMLUNG. 

Wenn du deine Erlebnisse im Alltag, in der Tier- und Pflanzenwelt, im Beruf, im Urlaub und auch sonst überall notierst, brauchst du gar nicht lange suchen. Mit der Zeit entwickelst du ein ordentliches Story-Sammelsurium, aus dem du dich einfach bedienen kannst. 

3. Lass dich von einem beliebigen Gegenstand inspirieren. 

Schau auf deinen Schreibtisch, aus dem Fenster, in deine Handtasche oder google Bilder zu deinem Thema. Such dir einen Gegenstand oder eine Situation auf und erzähl die Geschichte dazu. Finde eine emotionale Verbindung dazu, dann fällt es dir leichter, eine gute Geschichte zu schreiben. 

4. Nimm eine bestehende Geschichte und schreib sie um. 

David und Goliath, Harry Potter, Charles Dickens’ Weihnachtsgeschichte – such dir eine berühmte Geschichte aus und schreib sie für dein Thema um. Du kannst auch einen Dialog oder eine Szene aus einem Film oder einer Serie als Aufhänger nehmen – gut ist, wenn der Großteil deiner Leser:innen die Szene auch kennt. 

5. Such dir einen Buchtitel aus und bring ihn mit deinem Thema in Verbindung. 

Ob du das Buch gelesen hast oder nicht, spielt keine Rolle. Du suchst nur einen Aufhänger, den du mit deinem Thema zusammenbringen kannst. Es kann auch ein schlechtes Buch sein, das du auf keinen Fall empfehlen würdest. Sag ganz kurz wieso und schon hast du eine kurze Geschichte mit persönlichem Touch erzählt. 

Viel Spaß beim Storytelling!  

Ich hoffe, dieser Beitrag hilft dir, Geschichten zu finden und ins tägliche Storytelling einzusteigen. Wenn du dich austauschen willst, steht dir mein Postfach immer offen: info@veronikamennel.at 

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